Wie Eltern helfen können

Allgemeines

  • Haben Sie Geduld, Ausdauer und Verständnis für Ihr Kind.
  • Vermeiden Sie Vergleiche mit anderen Kindern.
  • Stärken Sie das Selbstwertgefühl Ihres Kindes. Suchen Sie gemeinsam nach Stärken und Erfolgen. Es gibt immer Dinge die Ihr Kind gut kann.
  • Loben Sie Ihr Kind. Verdeutlichen Sie ihm was es schon gut gelernt hat und zeigen sie ihm seine Lernfortschritte, auch wenn sie klein sind.
  • Loben Sie! Ohne Übertreibung und konkret! „Diesen Abschnitt hast du sauber geschrieben.“
  • Erfolg und Anerkennung sind die beste Motivation.
  • Erwarten Sie nicht zu viel. Jeder noch so kleine Erfolg muss hart erarbeitet werden. Würdigen Sie die Erfolge aber auch das Bemühen Ihres Kindes. Seien Sie geduldig.
  • Sprechen Sie mit den Lehrern und begrenzen Sie die Hausaufgabenzeit. Ein in dieser Zeit nicht geschafftes Pensum bleibt unerledigt. So überraschend es klingt: Diese einfache Maßnahme nimmt Ihrem Kind viel Druck und sie werden rasch merken, dass ein zunehmendes Pensum in der Zeit geschafft wird.
  • Bieten Sie Ihre Hilfe an. Fördern Sie die Selbständigkeit Ihres Kindes.
  • Probleme, „Unlust“, Streit bei den Hausaufgaben können Hinweise auf nicht verstandenen Lernstoff sein. Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit dem Lehrer/der Lehrerin und gehen Sie den Ursachen auf den Grund.

Arbeitsplatz

  • Sorgen Sie für eine entspannte, ruhige und reizarme Lernumgebung in der sich Ihr Kind wohl fühlt. - (leerer Arbeitsplatz ohne viele Bilder, Spielzeug usw.)
  • Achten Sie auf einen gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz.
  • Lassen Sie Ihr Kind alle notwendigen Arbeitsmittel griffbereit legen. Alles was nicht benötigt wird räumt Ihr Kind zur Seite. Das vermeidet unnötige Unterbrechungen und Ihr Kind bleibt konzentriert.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind unmittelbar vor und nach dem Lernen sowie während der Entspannung keine Bildschirmmedien (Fernseher, Playstation,...usw.) benutzt. Studien belegen, dass Fernsehen u.ä. das unmittelbar davor Gelernte „löscht“.

Lernstoff bearbeiten

  • Besprechen Sie mit Ihrem Kind, in welche Reihenfolge die Aufgaben erledigt werden.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, den Lernstoff in überschaubare, kleine Portionen aufzuteilen. So werden Erfolge schneller sichtbar und die Motivation bleibt erhalten.
  • Unterstützen Sie Ihr Kind, den Lernstoff so gut wie möglich zu veranschaulichen. (Beispiele: Lernplakat, Bilder, Mindmaps,...)
  • Verwenden Sie Hilfsmittel, wie z.B. eine Lernkartei, Leseschablonen.
  • Suchen Sie mit Ihrem Kind Anknüpfungspunkte des neuen Lernstoffes zu bereits vorhandenem Wissen.
  • Ihr Kind sollte sich aktiv mit dem Lernstoff auseinandersetzen. Lassen Sie Ihr Kind mögliche Fragen einer Lernzielkontrolle zum Lernstoff überlegen und beantworten. Lassen Sie sich den Lernstoff von Ihrem Kind erklären.
  • Die Beteiligung möglichst vieler Sinnesorgane am Lernprozess sorgt für eine effektives Lernen. Helfen Sie ihrem Kind seine Gedanken zu ordnen und seine Aufmerksamkeit auf seine Arbeit zu richten. Vermeiden Sie Zeitdruck.
  • Wenn Sie merken, dass die Aufmerksamkeit nachlässt machen Sie eine kurze Pause. Achten Sie auf genügend Pausen.
  • Verwenden Sie Schlüsselwörter wie „konzentriert“, „übersichtlich“ oder „sauber“. Beispiel: Zeichne die
  • Tabelle übersichtlich und sauber in dein Heft!

Lernstoff einprägen

  • Lernstoff prägt sich um so besser und länger ein, je öfters er wiederholt wird. Durch Wiederholungen wird aus einer Gedächtnisspur ein dauerhafter Gedächtnispfad. Nicht die Dauer der Übung sondern die Häufigkeit des Wiederholens ist entscheidend.
  • Zum Beginn des Einprägens muss der Lernstoff in kürzeren Zeitabständen wiederholt werden. (Mein Tipp: spätestens nach einer Stunde, mindestens 3 x am Tag)
  • Achten Sie darauf, dass bei der Wiederholung der Merkstoff nur aus dem Gedächtnis abgerufen und in Sätzen wiedergeben wird – wie ein Gedicht. So stellt Ihr Kind fest, welche Inhalte noch besser gelernt bzw. öfter wiederholt werden müssen.
  • Lassen Sie Ihr Kind den Lernstoff mit eigenen Worten wiedergeben.
  • Eine letzte Wiederholung des Lernstoffes vor der Nachtruhe sorgt dafür, dass die Informationen über Nacht im Gedächtnis besser verarbeitet und gespeichert werden.