Förderung bei Dyskalkulie - Rechenschwäche

Lena kommt in der Schule gut mit. Das Lernen macht ihr Spaß. Nur in Mathematik hat sie große Schwierigkeiten.
Sie lernt zum Beispiel, dass 2 + 2 = 4 ist. Wenn auch 2 x 2 = 4 ist, so muss „+“ wohl so ähnlich wie „x“ sein, schlussfolgert sie. Also ist 3 x 3 = 6, oder?

Wenn Lena zwei Zahlen addieren soll, rechnet sie wie sie es im Unterricht gelernt hat, fast:

56 + 28 = 19

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Zunächst werden die Zehner addiert. 3 + 2 = 5

Danach die Einer. 6 + 8 = 14

Die 14 muss man zu den Zehnern dazurechnen. 5 + 14 = 19

Also lautet das Ergebnis 19.

 

Trotz aller Bemühungen und Übens wird Lena aus dem Zahlenwirrwarr nicht schlau.

Bei Kindern wie Lena steckt oft eine Rechenschwäche hinter dem Teilleistungsversagen. Meist fehlt den Kindern eine Vorstellung von Zahlen, Mengen und deren Zusammenhang bzw. ist unzureichend entwickelt. Sie entwickeln eine Fehlvorstellung von der Mathematik. Die Kinder verstehen nicht was sie tun, aber sie tun es um nicht aufzufallen. Dabei entwickeln die Kinder eine Fülle von Kompensationstechniken und kommen damit auch überwiegend zu richtigen Ergebnissen. Dass die Kinder Probleme haben und manches noch nicht verstanden haben, wird dadurch verschleiert und nicht erkannt. Dieses unzureichende mathematische Fundament bricht dann zusammen, wenn die Anforderungen höher werden, der Zahlenraum erweitert wird, neue Rechenoperationen dazu kommen usw.

 

Eine Rechenschwäche ist nicht leicht zu erkennen. Ihre Erscheinungsformen sind vielmehr sehr unterschiedlich und stets individueller Natur.

Für viele Kinder sind Zahlen/Ziffern irgendwelche seltsamen Gebilde mit denen aus unerfindlichen Gründen gerechnet wird. Ein Bezug zum täglichen Leben, zum Beispiel dass Mengen miteinander verglichen oder berechnet werden müssen, wird nicht erkannt.

Das Zahlwort hat für betroffene Kinder oft keine numerische Bedeutung. Es ist eine leere Hülle, ein Wort ohne Bedeutung. Deshalb muss jede Aufgabe auswendig gelernt werden, um ein richtiges Ergebnis bieten zu können. Damit ist auch eine Orientierung im Zahlenraum schwer, wenn nicht gar unmöglich. Ähnlich ist es beim Erlernen und der Anwendung von Rechenstrategien.

Symptome die auf eine Rechenschwäche hinweisen, finden sie hier oder im Bereich Downloads - Checklisten.

 

Die Aufforderung, mehr zu üben oder sich besser zu konzentrieren oder ein Vertrösten darauf, dass der Knoten schon noch platzen werde, hilft den Kindern meist nicht weiter. Findet keine entsprechende Förderung statt, wird eine Rechenschwäche aus der Grundschule an weiterführende Schulen verschleppt.

 

Unser Angebot

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind eine Rechenschwäche/Dyskalkulie hat, zögern Sie nicht und lassen sie sich von uns beraten. Das erste Beratungsgespräch ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Je eher eine Rechenschwäche/Dyskalkulie erkannt und behandelt wird, desto eher können Kinder dem normalen Unterricht wieder folgen.

Kinder mit Rechenschwäche entwickeln nur langsam eine Vorstellung vom Aufbau des Zahlensystems und seinen Gesetzmäßigkeiten. Damit einher gehen unzureichendes Mengen- und Operationsverständnis. Ein gezieltes handlungs- und verständnisorientiertes Training hilft bei der Überwindung der Schwierigkeiten.

 

Beugen Sie rechtzeitig dem Entstehen eines Teufelskreislaufes aus Versagen, Frust, sinkendem Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten vor!

 

Informieren Sie sich über Möglichkeiten der Förderung und Unterstützung. Lassen Sie sich von uns helfen.

 

Wissenswertes zu Rechenschwäche/Dyskalkulie finden Sie hier.