fexklein „Du musst besser aufpassen!“, „Du musst mehr lernen!“, „Konzentriere dich!“, „Streng dich mehr an“ - Aufforderungen dieser Art bekommen Kinder, deren Leistungen nicht den Erwartungen entsprechen, oft zu hören.

 

Meist liegt es nicht am Fleiß oder am guten Willen. Wissenschaftliche Studien beweisen, dass die Fähigkeit zur Selbstregulation einen entscheidenden Einfluss auf das Lernen hat. Der Fähigkeit zur Selbstregulation wird ein höherer Stellenwert beim Lernen zugesprochen als dem Intelligenzquotienten.

 

Als Selbstregulation bezeichnet man die Fähigkeit das eigene Denken, Verhalten und die Emotionen gezielt zu steuern und zu regulieren.

Zur Selbstregulation zählen Fähigkeiten wie

  • Aufmerksamkeit steuern
  • Probleme lösen
  • Planen und Organisieren
  • Zeitmanagement
  • sich Ziele setzten und verfolgen
  • das eigene Verhalten und Handeln verschiedenen Situationen anpassen.

Basis der Selbstregulation bilden die exekutiven Funktionen.

Exekutive Funktionen sind geistige Prozesse die für das Zusammenspiel verschiedener Prozesse des Gehirns verantwortlich sind. Exekutive Funktionen werden deshalb auch Kontrollfunktionen genannt. Sie sorgen dafür, dass Funktionen aus verschiedenen Gehirnbereichen als Team zusammenspielen. Exekutive Funktionen helfen uns Ziele zu setzen und zu realisieren. Sie ermöglichen bisherige Erfahrungen mit Neuem zu verknüpfen, daraus zu lernen und an neue Situationen anzupassen. Menschen mit gut entwickelten exekutiven Funktionen können ihre Gefühle kontrollieren, effizient arbeiten und finden effektive Möglichkeiten Probleme zu lösen. Exekutive Funktionen spielen in drei großen Bereichen eine wichtige Rolle. Die Bereiche sind

  • das Lernen
  • die Kontrolle des eigenen Verhaltens und der Emotionen sowie
  • die soziale Entwicklung.

Zu den exekutive Funktionen zählen

  • das Arbeitsgedächtnis – der Speicher, der Informationen be- und verarbeiten kann
  • die Inhibition – das innere Stoppschild
  • die kognitive Flexibilität – der Weg zu 1000 Möglichkeiten (geistige Beweglichkeit)

Gut entwickelte exekutive Funktionen sind für eine gute Selbstregulation unerlässlich.