Für Kinder die in die Schule kommen ist Mathematik so etwas wie eine erste Fremdsprache. Im Mathematikunterricht der Grundschule werden sehr viele neue Begriffe eingeführt. Dazu gehören beispielsweise die Begriffe Zahl, Ziffer, Kardinal- oder Grundzahl, Ordinal- oder Ordnungszahl, Menge, Summe, Differenz, Division, Multiplikation, Multiplikator, Einer, Zehner, Hunderter usw. Dazu kommen das Entwickeln eines Mengen- und Zahlenverständnisses sowie das Erlernen von Rechenverfahren, Strategien und Arbeitstechniken.

Im Gegensatz zur Erforschung von Schwierigkeiten beim Lernen des Lesens und Schreibens steckt die Erforschung der Rechenschwäche noch in den Kinderschuhen. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich die Wissenschaft mit dem Phänomen der Rechenschwäche beschäftigt.

Forschungen zur Rechenschwäche werden vor allem in den Bereichen der Mathematikdidaktik, der Sonderpädagogik und der Psychologie, insbesondere der Neuro- und Entwicklungspsychologie, betrieben. Die Ergebnisse der Forschungen zeigen, dass es nicht nur eine Ursache für die Rechenschwäche gibt, sondern viele Faktoren zur Entstehung einer Rechenschwäche beitragen.

Ursachen von Rechenschwäche werden

  • in den genetischen Anlagen
  • der Entwicklung der exekutiven Funktionen
  • dem visuell-räumlichen Vorstellungsvermögen
  • sowie im sozialen und schulischen Umfeld

gesehen.